Grundschule Krofdorf
Krofdorf-Gleiberg

Das Wettbewerbsgrundstück ist bestimmt von seiner Hanglage, dem unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäude, der kleinteiligen Nachbarschaft von Einfamilienhäusern mit Gärten und der Aussicht auf die Landschaft mit Burg Gleiberg und Burg Vetzberg. Der Charme dieser regional geprägten Identität wird aufgenommen und gestärkt. Im Vordergrund steht das Freianlagenkonzept, welches eine Abfolge von Außenräumen unterschiedlicher Qualität vorsieht. Hierbei ist hangabwärts eine Staffelung von laut (Straße, Bolzplatz) über halblaut (Pausenfläche) nach still (Gärten) eingehalten.

Dreh- und Angelpunkt ist der zweigeschossige Erweiterungsbau, der als schlanker Neubau den alten Schulbau umarmt und mit der neugewonnenen Pausenhalle eine bisher nicht vorhandene Mitte definiert. Die Pausenhalle leitet über in den Schulhof, der als offenes Terrassenplateau mit freiem Blick in die Landschaft ausgebildet ist. Das Mensagebäude ist mit seiner eigenständigen Dachform ein markantes Solitärgebäude und für außerschulische Veranstaltungen separat nutzbar.

Über begrünte Treppen geht der Weg den Hang hinunter zum Garten mit Spielplatz und Obstwiese. Die Aufenthaltsräume des Ganztagsbereichs sind über das Mensagebäude erschlossen und liegen, abgeschirmt vom Schulhoftreiben, unterhalb der Terrasse auf dem Niveau der Obstwiese. Ein begrünter Lichthof vor der Bibliothek dient als stiller Rückzugsort für Unterricht oder Lesen im Freien.

Auslober: 
Landkreis Gießen
Platzierung: 
2. Preis
Projektarchitekten: 
Tanja Akkermann, Natalie Hajduk
Wettbewerbsart: 
Nichtoffen mit Auswahlverfahren